Kanzlei Blog

Suchst du noch - oder arbeitet ihr schon zusammen?

Mitarbeiter gewinnen – aktuelle Trends

 

Haben Sie auch tolle Aufträge, aber Ihnen fehlt das Personal? So geht es vielen Unternehmen. Der Gang zum Arbeitsamt ist wenig hilfreich. Auch ein teures Inserat bringt häufig nicht den gewünschten Erfolg. Was also ist zu tun?

 

Ihr Image als Arbeitgeber

 

Die Attraktivität als Arbeitgeber erleichtert die Suche nach neuen Mitarbeitern enorm. Aber woran können Sie erkennen, ob Sie als Arbeitgeber attraktiv sind? Und noch wichtiger: Woran kann der potentielle Bewerber erkennen, dass Sie ein attraktiver Arbeitgeber sind?

Die erste Frage lassen Sie sich einfach von Ihren Mitarbeitern beantworten: Bitten Sie darum, eine Stellungnahme des Mitarbeiters auf der Homepage veröffentlichen zu dürfen. Dort erzählt er, warum er gerne bei Ihnen beschäftigt ist.

Werben Ihre Mitarbeiter neue Kollegen selbst an, stellt dies den Idealfall dar. Denn niemand wird jemanden als Kollegen empfehlen, der nicht ins Team passt.

Die übrigen Bewerber werden sich über Ihr Unternehmen informieren, vorzugsweise über die Homepage oder Facebook & Co. Informieren. Dazu später mehr.

 

Halten Sie immer die Augen auf

 

Gute Mitarbeiter zu finden ist nicht einfach. Geraten Sie unter Zeitdruck, so stellt dies eine fast unlösbare Aufgabe dar. Daher ist unser Tipp: Seien Sie immer auf der Suche nach guten Mitarbeitern. So können Sie in Ruhe den für Sie geeigneten Mitarbeiter auswählen.

Signalisieren Sie auf Ihrer Homepage, welche Mitarbeiter Sie suchen. Legen Sie sich einen Bewerberpool an, auf den Sie im Bedarfsfall zurückgreifen.

 

Mitarbeitersuch auf der Homepage

 

Wie oben bereits erwähnt wird ein Bewerber sich über Ihr Unternehmen auf Ihrer Homepage informieren. Dort interessiert sie z.B. die Größe Ihres Unternehmens, die Verkehrsanbindung, dasImage Ihres Unternehmens, Familienfreundlichkeit und Fluktuationsrate. Findet er auf Ihrem Internetauftritt sogar einen extra Bereich für Mitarbeiter, ist dies ein großer Pluspunkt. Damit signalisieren Sie, dass Ihnen die Mitarbeitersuche wichtig ist.

Im Idealfall findet er hier Aussagen von Mitarbeitern, warum Sie als Arbeitgeber empfehlenswert sind. Informationen zu Arbeitszeiten, Arbeitsplatzausstattung, Besprechungskultur und Sozialleistungen runden das Bild Ihres Unternehmens ab.

Ein Gefühl für das Betriebsklima in Ihrem Unternehmen bekommt ein Interessent, wenn Sie Fotos von Betriebsveranstaltungen veröffentlichen.

 

Soziale Netzwerke

 

Und das i-Tüpfelchen setzen Sie mit Hilfe der sozialen Medien. Facebook ist für das Mitarbeitermarketing ein entscheidender Erfolgsfaktor.

Wichtig ist es, den Unternehmensauftritt dort für Mitarbeiter interessant zu gestalten. Posten Sie, auf welche Fortbildungen die Mitarbeiter gehen, der Betriebsausflug oder die Betriebsfeier, ein Kaffeeplausch in der Gemeinschaftsküche. Je mehr Sie vom sozialen Leben in Ihrem Unternehmen zeigen, desto menschlicher und näher kommen Sie rüber. Unternehmen, die hier aktiv sind, bestätigen dass das bei der Bewerberauswahl der ausschlaggebende Grund war. Zusätzlich nehmen die Initiativbewerbungen dadurch zu.

 

Die Wege der Mitarbeiterrekrutierung haben sich verändert. Auch das alt bewährte Inserat kann Erfolg bringen. Dies gelingt, wenn Sie mit einer pfiffigen Anzeige auffallen. Ein Paradebeispiel ist hier die Kampagne der Metzgerei Hack:

 

https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.highway-to-hack-metzgerei-wird-mit-kuriosen-stellenazeigen-zum-internetstar.881f3b37-c046-47e7-b6fb-cce2446e09ea.html

 

Bei der Suche nach neuen Fachkräften ist Kreativität gefragt. Wir konnten Ihnen hier sicher einige Anregungen mit auf den Weg geben.

Jeder bringt was mit – „Bring your own Device“

Statt dem langsamen Diensthandy oder PC würden viele Mitarbeiter gerne ihre privaten Smarthphones oder auch Tablets im Büroalltag nutzen. Hier spricht man von BYOD („Bring your own device“). Hier lauern allerdings einige rechtliche Fallen für den Arbeitnehmer– und geber.

 

In Schulen und Universitäten hat sich der Einsatz von mobilen Endgeräten wie Laptops, Tablets oder Smartphones in deren Netzwerke bereits zu einem Trend entwickelt. BYOD ist also keine Vision, sondern wird schon heute in vielen Unternehmen, sowie im Bildungswesen ganz groß geschrieben.

 

Datenschutz hat oberste Priorität

 

In der Geschäftswelt jedoch ist dieses Prinzip noch umstritten, besonders in Hinsicht auf die in Deutschland strengen Vorschriften und Regelungen rund um den Datenschutz, das Lizenzrecht und Steuern. Desweiteren werden Firmendaten auf nicht oder nur teilweise kontrollierbaren Geräten verarbeitet. Hier ist natürlich die rechtliche Haftung zu klären. Bildungsinstitutionen erlauben sich bereits, Einstellungen auf den Geräten vorzunehmen, um die Sicherheit der Daten und des Netzwerks sicherzustellen. Allerdings kann dies auch als ein Eingriff in die Privatsphäre betrachtet werden.

 

Private und betriebliche Inhalte klar trennen

 

Der Arbeitgeber muss stets gewährleisten, dass auf den mobilen Endgeräten der Arbeitnehmer die beruflichen und privaten Sachverhalte klar getrennt bleiben. Denn natürlich wird es auch für den Arbeitnehmer nicht einfacher, Privates und Berufliches zu trennen, wenn berufliche E-Mails stets auf dem Smartphone oder Tablet präsent sind. Während Dienst-E-Mails vom Arbeitgeber gelesen werden dürfen, ist der Zugriff auf private Mails unzulässig. Jedoch müssen die Angestellten dem Arbeitgeber bei Nutzung eines privaten Gerätes eine umfangreiche Kontrolle ermöglichen. Auch muss es dem Arbeitgeber bei Diebstahl oder Verlust eines Gerätes möglich sein, die Daten aus der Ferne löschen zu können, damit kein Schaden durch Dritte entsteht.

 

Alles auf freiwilliger Basis

 

Rechtlich gesehen ist BYOD ein freiwilliges Prinzip. Kein Arbeitgeber kann seinem Arbeitnehmer vorschreiben, private Endgeräte am Arbeitsplatz zu nutzen. Es ist allerdings grundsätzlich möglich, entsprechende Regelungen und Vereinbarungen in eine zusätzliche Vereinbarung zum Arbeitsvertrag zu schreiben.

 

Für junge Mitarbeiter ist BYOD ein Arbeitgeber-Plus

 

Aber klar ist: Besonders junge Mitarbeiter sind mit der technischen Ausstattung ihres Arbeitsplatzes oft unzufrieden und legen großen Wert darauf, zukunftsorientiert und mit moderner und schneller Hardware zu arbeiten.

 

Allerdings ist das Phänomen BYOD weiter zu beobachten. Verschiedene Probleme und Sicherheitsrisiken sind bekannt und werden bereits diskutiert. Seitens des Arbeitgebers müssen die Risiken beherrscht werden können, die durch die Nutzung von privaten Endgeräten im beruflichen Umfeld entstehen. Daher wird BYOD voraussichtlich wohl erst einmal eher eine Ausnahme bleiben.

 

Der Lotse-Tipp: Datenschutzrechtlich auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie Ihren Mitarbeitern ein Smartphone stellen. Sofern Sie ihrem Mitarbeiter ein Smartphone zur Verfügung stellen, welches nur dienstlich genutzt werden darf, haben sie weitreichende Befugnisse. Hier dürfen Sie Einsicht in das Gerät verlangen. Wenn Sie jedoch auch die private Nutzung erlauben, gilt das Fernmeldegeheimnis und Sie dürfen nicht kontrollieren, was mit dem Telefon gemacht wird. Die Anschaffung können Sie als Betriebsausgabe absetzen und dem Mitarbeiter als steuer- und sozialversicherungsfreie Zuwendung zukommen lassen. 

Das (Finanzamts-) Imperium schlägt zu

Unser Finanzminister Schäuble kann sich über steigende Steuereinnahmen freuen. Aber offensichtlich sind diese Einnahmen der Finanzverwaltung noch nicht genug. Im Rahmen der Betriebsprüfungen hat diese eine wesentlich härtere Gangart angeschlagen.

 

Begonnen hatte alles mit der Herausgabe der neuen GoBD (Grundsätze zur ordnungsgemäßen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff). Wir berichteten zu dem Thema bereits in der Ausgabe vom April 2015. Während die Finanzverwaltung damals noch abwiegelte und darauf verwies, dass lediglich bereits gelebte Praxis  zu Papier gebracht worden wäre, sind wir mittlerweile eines Besseren belehrt worden.

 

Insbesondere die Finanzverwaltungen von Nordrhein-Westfalen und Bayern nutzen die GoBD, um durch die Hintertür Mehreinnahmen für die Betriebsprüfung zu ergattern. Folgende Beispiele sprechen für sich:

  • Ein Unternehmer mit sehr vielen Barumsätzen setzte ein elektronisches Kassensystem ein. Täglich wurde die Kasse gezählt und auch die Einnahme mit dem Z-Bon ausgegeben. Diesbezüglich hatte der Prüfer auch keinen Mangel feststellen können. Alles war ordentlich. Der Prüfer verlangte nun die Herausgabe des Warenwirtschaftssystem samt Kassendaten in elektronischer Form. Diese konnten aber nicht mehr zur Verfügung gestellt werden, da die Tagesumsätze vom Kassensystem mit den neuen Daten überschrieben wurden. Nun droht dem Unternehmer ein Bußgeld!
  • In einem anderen Fall war die Betriebsprüfung fast abgeschlossen. Da erkundigte sich der Prüfer nach der Verfahrensbeschreibung zur eingesetzten Software, mit der der Unternehmer seine Rechnungen schreibt. Ein Handbuch war vorhanden. Aber dies war dem Prüfer nicht ausreichend.

Auch die in den GoBD genannten Verfahrensanweisungen erhalten einen neuen Stellenwert. Dabei handelt es sich um eine schriftliche Dokumentation, wie in Ihrem Unternehmen Belege abgelegt werden, wie diese gesichert werden und wer zuständig ist. Bayern und Nordrhein-Westfalen haben ihre Prüfer angewiesen, vor Abschluss der Betriebsprüfung  nach der Verfahrensanweisung zu fragen.

 

Wähnen Sie sich nun in Sicherheit, weil Sie weder in Bayern noch in Nordrhein-Westfalen Ihren Firmensitz haben? Dann müssen wir Sie enttäuschen. Nach der Testphase werden die dargestellten Praktiken von den anderen Bundesländern übernommen.

 

Unser Tipp:

 

Sprechen Sie uns an. Wir werden gemeinsam prüfen, ob die verschärften Vorgaben des Finanzamtes bei Ihnen eingehalten werden. 

Eigenheimfinanzierung - So spielt die Bank mit:

Noch nie waren die Darlehenszinsen so niedrig wie heute. Ein günstiger Zeitpunkt, um sich sein eigenes Reich zu schaffen. Bevor Sie mit der Planung beginnen, gilt es, die Finanzierung auf die Beine zu stellen. Dies gestaltet sich für Selbständige und Freiberufler schwierig. Noch sind vor allem Einzelkämpfer, aber auch Inhaber kleinerer Unternehmen, alles andere als gern gesehene Gäste. Zu unsicher erscheint vielen Banken die wirtschaftliche Situation der Selbständigen. Wie Sie dennoch Ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen können, zeigen wir Ihnen hier.

 

Grundvoraussetzung:

 

Die Finanzierung des Eigenheims ist langfristig ausgelegt. Daher prüfen die Banken, ob der Kapitaldienst über einen langen Zeitraum gesichert ist. Sind Sie Existenzgründer oder erst seit kurzer Zeit auf dem Markt, ist sich die Bank Ihrer Leistungsfähigkeit nicht sicher. Daher gilt:

Sie sollten mindestens drei Jahre selbständig sein und über ein ausreichendes Einkommen verfügen. Die Banken setzen in aller Regel voraus, dass vom Gewinn nach Abzug der Steuern, der Vorsorge (wie Altersvorsorge, Krankenversicherung etc.) und der Lebenshaltungskosten noch genügend Geld übrig ist, um die fälligen Raten problemlos zahlen zu können. Bereits ein schlecht gelaufenes Jahr kann die Immobilienfinanzierung platzen lassen.

Auch die Branche hat Einfluss auf die Kreditwürdigkeit. Viele Freiberufler wie Juristen, Ärzte, Apotheker oder Architekten gelten prinzipiell als solvent. Betreiben Sie aber eine Gaststätte oder sind Sie Bauunternehmer, stehen Ihre Chancen von vornherein schlechter. Diese Branchen gelten als unsicher in den Erfolgsaussichten. Grundsätzlich gilt: Je weniger Renommee Ihre Branche genießt, umso überzeugender müssen Sie das ausreichende Einkommen belegen, damit Sie das gewünschte Immobiliendarlehen bekommen.

 

Risikozuschlag

 

Für Beamte oder Angestellte ist das jährliche Einkommen und damit die Bonität absehbar und somit relativ sicher. Anders sieht es bei Ihnen als Selbständiger aus. Die Erträge können schwanken. Entsprechend wird Ihre Bonität schlechter eingeschätzt. Nicht nur, dass Ihre Hausbank Ihnen um ein paar Zehntel schlechtere Prozentpunkte anbieten wird. Viele günstige Direktbanken fallen weg, da sie nur Nichtselbständigen Finanzierungen anbieten. Ein weiteres Problem: Es werden niedrigere Beleihungsgrenzen angesetzt – die Folge: Sie erhalten deutlich weniger Kredit als zum Beispiel ein Angestellter.

 

Vorbereitung ist alles!

 

Bereits vor Ihrem ersten Termin mit der Bank sollten Sie folgende Unterlagen zusammenstellen:

  • Unterlagen zum geplanten Bauvorhaben bzw. zur avisierten Immobilie
  • Jahresabschlüsse bzw. Gewinnermittlungen der letzten drei Jahre
  • Aktuelle Betriebswirtschaftliche Auswertung
  • Unterlagen über Vorsorgeaufwendungen und Lebenshaltungskosten

Schon im Vorfeld sollten Sie prüfen, ob Ihr Einkommen zur Finanzierung ausreichend ist.

 

Unser Tipp:

Vereinbaren Sie im Vorfeld einen Termin mit Ihrem Steuerberater. Er berechnet Ihnen, ob Ihre Kapitaldienstfähigkeit gegeben ist.

 

Mit kritischen Fragen müssen Sie rechnen, wenn Ihre Erträge in den letzten Jahren unregelmäßig waren. Auch in dem Fall hilft Ihnen Ihr Steuerberater, immer die passende Antwort parat zu haben.

Die Bank wird daran interessiert sein, den Lebenspartner in die Finanzierung mit einzubinden. Er wird mit allen Rechten und Pflichten in das Kreditverhältnis eintreten. Befindet sich dieser in einem Angestelltenverhältnis, so verbessert dies die Bonität. Hier sollten Sie das Für und Wider genau abwägen. Durch die Einbindung kann die Kreditvergabe forciert werden  und  die Konditionen sich verbessern. Allerdings haftet der Lebenspartner dann für Ihre Verbindlichkeiten. Gibt es Schwierigkeiten, wird die Situation dadurch zusätzlich belastet.

 

Nicht zu empfehlen sind:

 

Kreditversicherungen

 

Steht Ihre Finanzierung auf wackeligen Füßen, kann diese durch den Abschluss einer Kreditversicherung gerettet werden. Aber dies hat seinen Preis. Die Gesamtkosten des Darlehens steigen derart, dass eine Finanzierung meist unattraktiv wird. Außerdem werden die Kosten für die Kreditversicherung nicht mit in den Effektivzins eingerechnet. Verschiedene Finanzierungsangebote können somit nicht mehr miteinander verglichen werden.

 

Ungewöhnliche Finanzierungsmodelle

 

Im Bereich der Immobilienfinanzierung sollten Sie konservativ denken. Mit einem klassischen Annuitätendarlehen sind Sie immer noch am Besten bedient. Bei dieser Form der Finanzierung sind die Zahlungsverpflichtungen für die Zeit der Zinsfestschreibung klar definiert – und heute lassen sich die Zinsen so lange festschreiben, dass die Immobilie dann bereits abbezahlt ist. Die beliebten Bauspar-Direktdarlehen sind uninteressant, da die Differenz zwischen Guthabenzinsen auf den Bausparvertrag und den Darlehenszinsen zu hoch ist. Zusätzlich muss auch noch die Abschlussgebühr des Bausparvertrages mit eingerechnet werden. 

Neue Büroräume: Eigene Immobilie oder Mietobjekt?

Die deutsche Wirtschaft wächst seit Jahren stetig und damit auch Ihr Unternehmen. Wird nun der Platz knapp, muss eine Lösung her. Die kann einerseits das Anmieten von Büroräumen sein, andererseits der Umzug in eine eigene Immobilie.

Um eine Entscheidung treffen zu können, ist es hilfreich zu überlegen, was für und was gegen einen Kauf spricht. Außerdem stellt sich die Frage: Ist der Kauf lohnender als die Miete? Die folgenden Tipps geben Klarheit.

 

Pro Büro in eigener Immobilie:

 

  1. Keine Einschränkungen durch Vermieter

Sie können Ihre neuen Büroräume gestalten, wie es Ihnen gefällt. Ob Sie eine Trennwand einbauen, einen Raum vergrößern oder die Küche umgestalten. Keiner bremst Ihre Ideen durch Vorschriften ein.

 

  1. Lange Planungssicherheit

Wenn die Finanzierung steht, wissen Sie immer, wie hoch Ihre monatliche Belastung ist. Und das Schönste: Diese ist endlich! Es droht keine Miterhöhung oder noch schlimmer eine Kündigung des Mietvertrages.

 

  1. Schaffung von Vermögen

Mit einer eigenen Immobilie schaffen Sie außerdem ein weiteres Standbein für Ihre Altersversorgung.

 

  1. Verbesserung der Sicherheiten

Und „last but not least“ können Sie Ihrer Bank die Immobilie als zusätzliche Sicherheit anbieten.

 

Contra Büro in eigener Immobilie:

 

  1. Verlust an Flexibilität und Beweglichkeit

Eine eigene Immobilie bindet natürlich. Befinden Sie sich weiter auf Expansionskurs, könnten die neuen Räume bald wieder zu klein sein. Wenn Sie nun nicht die Möglichkeit haben, sich auszuweiten, müssen Sie sich ein neues Objekt suchen und obendrein noch einen Käufer für Ihre „alte“ Immobilie.

 

  1. Höhere Kosten

Obwohl zur Zeit die Zinsen für eine Immobilienfinanzierung auf einem Rekordtief liegen, sind die Kosten für die Immobilie meist höher als die Miete für vergleichbare Räume. Das liegt vor allem daran, dass viele Kosten (z.B. für Reparaturen) an Ihnen hängen bleiben.

 

  1. Geringere Liquidität

Häufig werden in die Finanzierung bestimmte Kosten nicht mit eingebunden. Notar­kosten, Maklercourtage, Grunderwerbsteuer und Kaufnebenkosten schmälern Ihre Liquidität.

 

Kauf oder Miete: Was rechnet sich besser?

 

Um Ihnen ein Gefühl zu geben, wie sich die Entscheidung finanziell auswirkt, rechnen wir das ganze anhand eines Beispiels durch. Dabei gehen wir von folgenden Eckdaten aus:

  • Rücklagen in Höhe von 100.000,00
  • Kaufpreis Büro 350.000,00 (davon sind 20 % für Grund und Boden)
  • Nebenkosten wie Maklergebühr, Grunderwerbsteuer, Notar etc. 26.000,00
  • Finanzierungszinssatz effektiv 1,5 %
  • Kapitalzinsen für Anlage der Rücklagen  0,5 %
  • Kaltmiete für ein vergleichbares Büro 900,00 bei jährlicher Mietsteigerung von 2 %

Tatsächlich gibt es keine für alle Unternehmer passende Lösung. Daher ist es wichtig, dass Sie das Für und Wider genauestens abwägen. Mit einer Vergleichsrechnung können wir Sie bei Ihrer Entscheidungsfindung unterstützen.

 

Was gilt es beim Kauf einer Immobilie zu beachten?

 

  1. Lage und Ausstattung

Damit Ihr neues Büro auch in Zukunft an Wert gewinnt, ist die Lage ausschlaggebend. Die Immobilie sollte gut erreichbar sein und, soweit möglich, eine ausreichende Anzahl an Parkplätzen ausweisen. Wichtig ist auch, dass der Standort auch in 20 Jahren attraktiv ist. Hier ist die Infrastruktur wichtig.

Das Büro selbst sollte ein Allrounder sein - also geeignet für verschiedene Branchen. Ist die technische Ausstattung auf dem neusten Stand? Wie sieht es aus mit der Internetanbindung?

 

  1. Zustand der Immobilie

Vor dem Kauf einer Immobilie sollten Sie in jedem Fall einen unabhängigen Gutachter mit der Bewertung beauftragen. Nur so ist sichergestellt, dass versteckte Mängel entdeckt werden können.

 

  1. Finanzierung

Die Finanzierung einer Immobilie muss langfristig angelegt werden. Da die Zinsen sich derzeit auf einem sehr niedrigen Niveau befinden, ist eine Festschreibung von mindestens 10 Jahren ratsam.

Oftmals reicht den Banken die Immobilie allein nicht als Sicherheit aus. Es werden weitere Sicherheiten verlangt, gerne auch der Partner. In dem Fall ist darauf zu achten, dass Sie allein Darlehensnehmer sind, während Ihr Partner nur als Bürge in Erscheinung tritt. Somit ver­meiden Sie Streitigkeiten mit dem Finanzamt wegen der Abzugsfähigkeit der Schuldzinsen.

 

Autorin: Silke Schneider

Rechnung schreiben, aber nicht ohne den Staat

Die Berechnung der erbrachten Leistung macht grundsätzlich einem Unternehmer Spaß. Schließlich möchte man den Lohn für die erbrachte Leistung erhalten. Hier müssen aber leider einige Formalitäten beachtet werden. Zum einen sind die 9 Pflichtangaben aus dem Gesetz zu beachten die da wären:


1. Name und Anschrift des leistenden Unternehmers
2. Name und Anschrift des Leistungsempfängers
3. Fortlaufende Rechnungsnummer
4. Steuernummer oder Umsatzsteueridentifikationsnummer
5. Ausstellungsdatum
6. Liefer- oder Leistungszeitpunkt
7. Menge und Art der gelieferten Gegenstände bzw. Umfang und Art der Leistung
8. Nettobetrag und ggf. Hinweis auf vorhanden Bonivereinbarungen, etc.
9. Steuersatz und Steuerbetrag


Sind diese nicht vollständig enthalten, kann die in Rechnung gestellte Umsatzsteuer nicht als Vorsteuer abgezogen werden.
Bei Rechnungen unter 150,00 € brutto genügt es, wenn folgende Bestandteile enthalten sind:
1. Name und Anschrift des leistenden Unternehmers
2. Ausstellungsdatum
3. Menge und Art der gelieferten Gegenstände bzw. Umfang und Art der Leistung
4. Bruttobetrag der Rechnung und der Steuersatz


Hinzu kommen noch diverse Sonderregelungen wie z.B. bei Bauleistungen.
Außer unserer eigenen Regierung spielt die EU eine große Rolle bei der Umsatzsteuer. Und die hat neue Vorgaben bei den Rechnungsangaben erlassen.


1. Wird die Leistung vom Kunden selbst im sogenannten „Gutschriftsverfahren" abgerechnet, so muss zwingend die Bezeichnung „Gutschrift" auf die Rechnung.
Beispiel:
Sie zahlen einem Kunden eine Vermittlungsprovision. Diese wird durch Gutschrift von Ihnen abgerechnet. In diesem Fall muss zwingend die Bezeichnung „Gutschrift" in der Abrechnung enthalten sein. Außerdem muss die Umsatzsteueridentifikationsnummer des Kunden auf der Gutschrift vermerkt sein.


2. In den Fällen, bei denen der Leistungsempfänger die Umsatzsteuer schuldete, genügte bisher irgendein Hinweis, dass die Steuerschuldnerschaft übergegangen war. Hier muss nun konkret folgende Formulierung verwendet werden.
„Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers"
Diese Regelung ist in allen Fällen anzuwenden.


3. Auch bei der sogenannten Differenzbesteuerung (z.B. bei Gebrauchtwagenverkauf durch Händler) wurde die Formulierung konkretisiert. Hier muss der Hinweis „Gebrauchtgegenstände/Sonderregelung" verwendet werden.


4. Spätestens 6 Monate nach Ausführung einer Leistung muss die Rechnungserstellung erfolgen. Erbringen Sie eine innergemeinschaftliche Lieferung, müssen Sie die Rechnung spätestens bis zum 15. Tag des Folgemonats ausstellen. Sollten Sie die Frist nicht einhalten, sind laut der Finanzverwaltung zurzeit noch keine Bußgelder zu erwarten.


Eine Erleichterung gibt es. Bei der Rechnungsstellung ist für Sie das deutsche Recht maßgeblich. Dies gilt auch, wenn im Rahmen des Reverse-Charge-Verfahren der Umsatz in einem anderen EU-Mitgliedstaat steuerpflichtig ist.


Unser Tipp:
In Zukunft wird die Umsatzsteuer immer mehr Prüfungsschwerpunkt des Finanzamts. Daher sollten Sie unbedingt im Vorfeld auf eine korrekte Rechnungsstellung achten. Bei Sonderfällen wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Steuerberater. Wir helfen Ihnen gern.

 

Autorin: Silke Schneider

S€PA – Zahlungsverkehr ohne Grenzen

 

 

 

 

Der Count-down läuft…..

 

 

 

Bereits inunserer Ausgabe April 2013 haben wir Sie über SEPA informiert und Handlungsempfehlungen ausgesprochen. Nun verbleibt nur noch ein Vierteljahr bis zum Umstellungszeitpunkt. Daher hier noch einmal die wichtigsten Erledigungspunkte  im Überblick:

 

 Das betrifft  alle:

 

 

  • Geben  Sie auf Ihren Rechnungen und Formularen zusätzlich IBAN und BIC an.
  • Fragen  Sie Ihre Geschäftspartner und Kunden nach deren Bankverbindungen auf der Basis
     von IBAN und BIC.
  • Prüfen  Sie Ihre Zahlungsverkehrssoftware und Finanzbuchhaltung auf SEPA-Fähigkeit.
  • Kontaktieren  Sie Ihre Bank bzw. Ihren Softwareanbieter zu den Umstellungsmöglichkeiten und
    anstehenden Änderungen.
  • Ergänzen  Sie in den Stammdaten/Buchhaltung die Angaben zu IBAN und BIC (auch für den
    nationalen Zahlungsverkehr).
  • Prüfen Sie, ob Sie mittel- bis langfristig weiterhin Konten im Ausland unterhalten
    wollen/müssen.

  

Wenn  Sie mit Lastschriften arbeiten:

 

 

  • Beantragen  Sie Ihre Gläubiger-Identifikations-Nummer bei der Deutschen Bundesbank
  • Nehmen  Sie mit Ihrer Bank Kontakt auf wegen Abschluss einer neuen Inkassovereinbarung
  • Überprüfen  Sie die Abläufe für Lastschrifteinzüge und beachten Sie die Änderungen bei den
    beiden neuen SEPA-Lastschriftverfahren.
  • Prüfen  Sie, ob Ihr Rechnungsprogramm auf das Datum des Lastschrifteneinzugs hinweisen
    kann.
  • Kontrollieren  Sie, ob die Ihnen vorliegenden Einzugsermächtigungen gültig sind. Dies ist der
    Fall, wenn diese schriftlich und unterschrieben sind.
  • Liegt  eine gültige Einzugsermächtigung vor, senden Sie eine schriftliche Information
    mit Gläubiger-ID, Mandatsreferenz (z.B. Kundennummer, Mitgliedsnummer) und Umstellungstermin an den Zahlungspflichtigen.
  • Liegt  keine gültige Einzugsermächtigung vor, muss diese nach dem neuen SEPA-Verfahren
    eingeholt werden.

 

 

Daran sollten Händler denken:

 

 

  • Die  Zahlungsverkehrsterminals müssen chipfähig sein bzw. EMV-Chip-Verarbeitung für
    Debit- und Kreditkarten unterstützen. Hier kann der Terminalanbieter helfen.

 

 

 

Autorin: Silke Schneider

 

 

 

 

 

Neue Nachweispflichten!

Sie führen steuerfreie Ausfuhrlieferungen oder innergemeinschaftliche Lieferungen aus?

Dann betrifft auch Sie die Neuregelung der Beleg- und Buchnachweise für steuerfreie Ausfuhren und innergemeinschaftliche Lieferungen.

 

Seit Januar 2012 gelten für umsatzsteuerfreie Ausfuhrlieferungen und innergemeinschaftliche Lieferungen grundsätzlich neue Nachweispflichten.

 

Für bis zum 31.03.2012 ausgeführte Ausfuhrlieferungen und innergemeinschaftliche Lieferungen wird es jedoch im Rahmen einer Übergangsregelung nicht beanstandet, wenn der beleg- und buchmäßige Nachweis die Voraussetzungen der Steuerbefreiung noch auf Grundlage der bis zum 31.12.2011 geltenden Rechtslage geführt wird. Für die innergemeinschaftlichen Lieferungen wurde diese Frist mittlerweile auf den 30.06.2012 verlängert.

 

Das heißt: Die Neuregelung ist zwingend für Lieferungen in ein Drittland ab dem 01.04.2012 und für innergemeinschaftliche Lieferungen ab dem 01.07.2012 anzuwenden.

 

Daher möchten wir, Ihre Steuerberater, Sie ausführlich über die Neuregelung informieren:

 

Steuerfreie Ausfuhrlieferungen:

Änderungen in Bezug auf steuerfreie Ausfuhrlieferungen ergeben sich nur in den Fällen, in denen die Ausfuhranmeldung im EDV-gestützten Ausfuhrverfahren (ATLAS-Ausfuhr) auf elektronischem Weg erfolgt. In diesen Fällen müssen Sie den Ausfuhrnachweis für die steuerfreie Ausfuhrlieferung mit der durch die zuständige Ausfuhrzollstelle auf elektronischem Weg übermittelten Bestätigung führen. Dies erfolgt über den Ausgangsvermerk, dass der Gegenstand ausgeführt wurde (Regelfall), ansonsten durch eine alternative Bestätigung, dem sogenannten Alternativ-Ausgangsvermerk. Dies gilt unabhängig davon, ob die Waren vom Lieferer oder Abnehmer selbst transportiert werden oder eine Spedition eingeschaltet ist.

 

Werden die Ausfuhrlieferungen nicht elektronisch angemeldet, wie oben beschrieben, ist der Ausfuhrnachweis wie bisher zu führen.

 

Innergemeinschaftliche Lieferungen:

Hier gilt als einheitliches Nachweisdokument (alle bislang geltenden Nachweismöglichkeiten wurden abgeschafft) neben einem Doppel der Rechnung die sogenannte Gelangensbestätigung. Hierbei handelt es sich um einen Beleg, der vom Abnehmer des Lieferers ausgestellt sein und folgende Pflichtangaben enthalten muss:

  • Name und Anschrift des Abnehmers
  • Menge des Gegenstands der Lieferung und handelsübliche Bezeichnung einschließlich Fahrzeug-Identifikationsnummer bei Fahrzeugen
  • Tag und Ort des Erhalts des Gegenstands im EU-Ausland oder bei Selbsttransport durch den Abnehmer Tag und Ort des Endes der Beförderung im EU-Ausland
  • Ausstellungsdatum der Bestätigung
  • Unterschrift des Abnehmers.

 

Die von dem BMF veröffentlichten Muster der Gelangensbestätigungen stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

In Versendungsfällen reicht es aus, wenn sich die Gelangensbestätigung bei dem mit der Beförderung beauftragten selbstständigen Dritten –also dem Transportunternehmen- befindet und auf Verlangen der Behörde innerhalb einer bestimmten Frist vorgelegt werden kann. In diesem Fall muss der Unternehmer eine schriftliche Versicherung des mit der Beförderung beauftragen selbstständigen Dritten besitzen, dass dieser über eine Gelangensbestätigung verfügt.

Wir empfehlen Ihnen jedoch, die Gelangensbestätigung selbst aufzubewahren, da Sie die Nachweispflichten für eine steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung zu erfüllen haben.

 

Der Nachweis mittels der Gelangensbestätigung klingt einfach, führt aber zu Schwierigkeiten, da die Gelangensbestätigung als solche im Ausland häufig unbekannt ist.

Es ist deshalb zu befürchten, dass Sie deswegen vielfach zunächst nicht unterschrieben wird.

Verstärkt wird das Problem dadurch, dass es das Muster lediglich in deutscher, englischer und französischer Sprache gibt. Ob ein tschechischer, estnischer oder portugiesischer Abnehmer eine Bescheinigung in einer dieser Sprachen unterschreibt, ist unsicher.

 

Soweit hinsichtlich der Neuregelung bei Ausfuhren in ein Drittland oder innergemeinschaftlichen Lieferungen in der EU noch Fragen bestehen, stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

 

 

Autoren: Nadine Burk und Sarah Seiler - 2012